Tajder in EMMA

I am happy to announce that my commentary about “Sex and the City 2″ is going to be published in the next issue of EMMA, the most renown feministic magazine in German speaking countries.

As announced on the Website:

“Alice Schwarzer hat für die nächste EMMA einen Kommentar zur Sache von Ana Tajder in Wien bestellt – und das Resultat begeistert uns EMMAs alle sehr.”

Link to the EMMA article

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5 Responses to “Tajder in EMMA”

  1. Oliver says:

    Wenn ich meiner Frau sage, dass ich irgendeinen Modetrend hässlich finde, sagt sie nur “Was regst du dich auf, es ist nur eine mode!”. Sie ist Japanerin. Und in Japan ist wirklich – alles – nur eine Mode. Dort trägt man schon seit 20 Jahren ein Lolita-, Schulmädchen- oder ‘French Maid’- kostüm wenn man sich mit den Freunden im Park trifft, und ganz ohne Zusammenhang. Eine mode halt, und keine bedeutungsschwangere Zielsetzung, kein Mission statement. Komplett ohne Zusammenhang. Derzeit sind dort ultra-kurze Hosen in Mode. Da laufen extrem elegante, sehr gut aussehende Geschäftsfrauen in Strümpfen, kurzen Stiefeln und so kurzen Hosen rum, das oben der Hüftknochen und unten vermeintlich die Schamhaare rausragen. Und es schert keinen Menschen.

    Das ist meiner Meinung nach die Sexuelle befreiung die uns fehlt. Wir haben zu viele Symbole, Vergleiche, vermeintliche Ziele. Und wenn dann die nächste Generation ankommt, und unsere Vergangenheit und unser Hintergrundrauschen im Kopf ignoriert, denken wir, dass wir nichts erreicht haben, als wir versuchten ein besseres Leben aufzubauen und die negativen Stereotypen aus unserem Alltag zu verdrängen.

    “Freedom’s just another word for ‘nothing left to loose’ ” sang Janis Joplin 1971. Die wussten noch, wovon man sich wirklich befreien muss. Wenn man lange genug in einem virtuellen Gefängniss sitzt, weiss man vermutlich, dass man auch von einem Gartenzaun eingesperrt sein kann.

    Was wir verlieren müssen, ist die Assoziation, die Vergangenheit, die Do’s and Dont’s und vorallem das was andere von uns erwarten. Es ist natürlich ein Verlust. Aber nur dann ist man wirklich frei.

  2. Elvira says:

    Wenn ich tatsächlich irgendwann nichts mehr zu verlieren haben sollte – dann mach ich vielleicht tatsächlich das japanische Schulmädchen.

    Vorher kümmer ich mich um wesentlicheres…

  3. Oliver says:

    @Elvira: Ich glaube du hast nicht verstanden was ich oben schrieb. Es geht nicht darum irgendeine Mode nachzumachen die du für unwesentlich hälst.

    Es geht darum dass man sich entscheiden muss ob man frei von Vorurteilen gegenüber Modeerscheinungen sein will (wie hohe Absätze) und darum trägt was man schön findet, und nicht was andere von einem erwarten (oder eben erwarten dass man es nicht tut) – oder ob man sich in die Gesellschaft einfügt und sich in einen Rahmen pressen lässt, der einer Zielgruppe entspricht mit der man sich identifiziert. Das ist als solches kein Problem, aber “die Jugend von heute”, wie es so schön heisst, schert sich halt oft nicht um die Assoziationen der Eltern und Vorgenerationen. Und das ist meiner Meinung nach eine Freiheit. Wenn die Vorgenerationen die selbe Freiheit wollen, müssen sie das derzeitige Umfeld “verlieren”.

    Das Thema Japan habe ich nur erwähnt weil dort auch bei 40-Jährigen Assoziationen zu verschiedensten Dingen komplett anders aussehen als in Europa. Wenn man das zum ersten mal sieht, wundert man sich, weil man nicht daran denkt dass dort die eigene Assoziation nicht relevant ist. Und genauso ist es wenn ältere Menschen versuchen das Verhalten von jüngeren zu beurteilen.

    Aber ev. hast du mich ja verstanden, nur ist das alles unwesentlich für Dich. Dann wundert es mich allerdings warum du Ana’s Artikel übehaupt liest.

  4. Ana Tajder says:

    Freiheit ist gut. Aber Freiheit über alles? Das Problem mit der heutigen Gesellschaft ist, dass es keine Werte und keine Grenzen mehr gibt. Wenn Jugendliche in so einer Gesellschaft aufwachsen, leiden sie unter Orientierungslosigkeit und Ziellosigkeit. Studien zeigen, dass sie nicht glücklich sind. (Sie leiden ja unter Burnout!)
    Forschungen zeigen auch, dass sich junge Mädchen heute so viel wie noch nie mit ihren Aussehen beschäftigen. In der katastrophalen Lage, in der sich die Welt befindet, gibt es andere Themen, mit denen sich 50% der Population beschäftigen soll. Speziell wenn sie schon zugriff zu gleichberechtigter Ausbildung und finanzielle Unabhängigkeit haben.
    Die Frage ist, ob ein aufgezwungener Trend, wie ein Porno-Star auszuschauen, Freiheit bedeutet. Ich würde hier für Media-Literacy Unterricht in den Schulen plädieren. Erst wenn die (jungen) Menschen wissen, wie sie bewusst und kritisch mit dem Medien umgehen, können wir über Freiheit reden.
    Apropos Japan – was ist mir Rape Games passiert? Sind sie schon verboten?

  5. Oliver says:

    Leider noch nicht. Aber letzte woche hat die Japanische regierung endlich eine gesetzgebung vorgeschlagen die das problem wohl angreiffen soll.

    Die japanische regierung ist aber leider auch nicht die schnellste wie wir wissen…

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