Wer sind Wiens Ausländer? Türken, Serben, Kroaten, Bosnier …. Aber Wien hat ein Geheimnis: eine große Ausländer-Gruppe, die man nicht sieht, nicht spürt und über die man nie redet oder diskutiert. Niemand fragt sich, wer diese Ausländer eigentlich sind, ob sie integriert sind, und was sie für diese Stadt bedeuten. Obwohl diese Community von ca. 20,000 Menschen einen sehr starken wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss auf diese Stadt hat, ist sie unsichtbar. Wer sind Wiens „Andere Ausländer“?
Bereits wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg begann Wiens Aufstieg als Sitz internationaler Organisationen: 1957 kommt Atomenergie-Organisation IAEO nach Wien. 1965 übersiedelt OPEC (Organisation of Petroleum Exporting Countries). 1967 übersiedelte der gesamte UNIDO-Stab von New York in die österreichische Bundeshauptstadt. United Nations Office at Vienna (UNOV) gründet 1980 in Wien ihren dritten Sitz – nach New York und Genf und vor Nairobi. 1978 begann der Bau der Zentrale im Kagran. Die Baukosten waren mit acht Milliarden Schilling (580 Mio. Euro) enorm. Diese teilten sich der Bund (65%) und die Stadt Wien (35%). Die UNO bezahlt lediglich eine symbolische Jahresmiete von heute 0,07 Euro. Vermietet wurde das Gebäude der UNO für 99 Jahre.
Was wenige Bewohner Wiens wissen, ist dass Heute in ihrer Stadt insgesamt 25 internationalen Organisationen, wie z.B. die Europäische Raumfahrtorganisation ESA (European Space Agency) und Europäisches Institut für Weltraumpolitik (European Space Policy Institute, ESPI), Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), ihren Sitz haben. Hier arbeiten ca. 5000 Menschen. Viele Länder haben spezielle diplomatische Vertretungen bei diesen Organisationen, bei den größeren Ländern arbeiten bis zu 20 Diplomaten in diesen Vertretungen. Stadt Wien schätzt, dass internationalen Organisationen insgesamt ca. 11,000 Arbeitsplätze generieren. Man muss noch die Familie und Angehörige sowie die internationalen Schulen und Universitäten dazurechnen, um eine ungefähre Größe dieser Community zu schätzen.
Diese Menschen sind gebildet, sprechen mehrere Sprachen, sind Experten in ihrem Bereich, und wurden durch ein sehr striktes Verfahren für ihre Positionen ausgesucht. DieDiplomaten sind nur „auf Besuch“ in Wien, da sie meist jede vier Jahre das Land wechseln. Die anderen, die Mitarbeiter bei den internationalen Organisationen, von denen ca. ein viertel Österreicher ist, bleiben meist bis zu der Pensionierung in Wien. Diese Jobs sind hervorragend bezahlt und bieten neben Sicherheit noch Extras – unter anderem sie Befreiung von Steuern.
Die erste Generation dieser „anderen Ausländer“ ist in den Siebzigern nach Wien gekommen ist, mittlerweile ist schon die dritte Generation dieser „anderen Ausländer“ auf der Welt – und das ist oft die erste, die fließend Deutsch spricht.
Offizielle Sprache in den internationalen Organisationen ist English. Gearbeitet wird auf Englisch, im Freundes- und Bekanntenkreis ist meistens Englisch die dominierende Sprache. Kinder besuchen englischsprachige Kindergärten und Schulen: 1959 wurde Vienna International School gegründet. Die Schule hat 1400 Schüler, von Kindergarten bis Gymnasium, von denen 80% Kinder der UN-Mitarbeiter sind. American International School, im gleichen Jahr gegründet, ist mit 730 Studenten die zweitgrößte internationale Schule in Wien. Weiters gibt es noch Danube International School, Vienna Christian School, und Lycée Français.
Und wer bis zum Studium noch kein Deutsch gelernt hat, auch kein Problem: Auf die Uni geht man meistens in ein anderem Land. Die Einstellung, in einem neuen Lebenseinschnitt in ein anderes Land zu ziehen, haben diese Jugendlichen von Beginn an mitbekommen. Zum Beispiel Ravin. Seine Mutter ist Kroatin und sein Vater Inder, beide arbeiten bei der UNO. Geboren ist Ravin in damaligem Jugoslawien, aufgewachsen in Wien, studiert hat er in den USA und arbeitet jetzt in England. Zu Hause, in Wien, wird Kroatisch, Englisch und Hindu gesprochen.
Wenn die nur Englisch sprechende Jugendliche in Wien zum Studium bleiben wollen, haben sie mehrere Möglichkeiten – die amerikanische Webster University öffnete vor 28 Jahren ihren Wiener Campus. Hier studieren 500 Studenten und arbeiten um100 Professoren und Angestellte. Man kann aber auch zwischen Christian University, MODUL und Krems wählen.
Das Englisch, das diese internationale Community spricht ist ein eigenes Vienna-International-Englisch. Es beinhaltet viele Deutsche Wörter und hat eine Mischung aus dem britischen, amerikanischen und österreichischen Akzent. Dazu hat noch jede Organisation, sogar jede internationale Schule in Wien, ihren eigenen Akzent – wenn man mit den Menschen aus dieser Community spricht, weißt man gleich, ob sie oder sie bei OSZE oder UNO arbeiten oder auf welcher internationalen Schule in Wien sie waren.
Deutsch spricht man genug um das Essen in einem Restaurant zu bestellen und einzukaufen. Mehr braucht man auch nicht. Was wenige Wiener wissen, ist dass ihre Stadt alles auf Englisch bietet: drei Kinos zeigen Filme in Originalfassung (ohne Untertitel); English Theater und International Theater spielen ihre Vorführungen ausschließlich auf Englisch; Es gibt Buchhandlungen wie Shakespeare & Co. und British Bookshop, die auf englischsprachige Bücher spezialisiert sind. Und seit 23 Jahren gibt es Pickwicks, eine Videothek in der alle Filme auf Englisch sind – was in den Zeiten vor DVD auch wichtig war.
Grosse Banken in Wien bieten spezielle Betreuungen für Diplomaten und Mitarbeiter der internationalen Organisationen. Das „Vienna Service Office“ bietet als Außenstelle der Stadt Wien kostenloses Service für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UN-Organisationen und deren Familienmitglieder. Neuankömmlinge finden hier eine große Anzahl an wienrelevanten Broschüren und Prospekten. Das Magazin „Cercle Diplomatique“, in 1971 gegründet, hält das diplomatische Corps im laufenden.
Diese Community hält fast hermetisch zusammen. Man arbeitet zusammen, die Kinder gehen zusammen in die Schule, und am Abend trifft man sich in Pubs wie Charlie P’s. Sie vernetzen sich auch durch Institutionen wie „American Women’s Association“. Und jedes Jahr vor den Weihnachten organisieren die UNO-Frauen einen Internationalen Wolltätigkeits-Bazar, auf dem Folklore und Produkte aus allen Ländern präsentiert werden.
Wien gibt diesen Menschen viel – die beste Lebensqualität auf der Welt, seine Geschichte, seine Kultur, und unzählige Privilegien. Schaffen es diese „andere Ausländer“, Wien genug von dem „anderen“ zu geben und Wien dadurch zu einer wirklich internationalen Stadt zu machen?
Oder sind sie dafür zu unsichtbar?
Michael, we love you!
Friday, June 26th, 2009Michael Jackson is dead. This is officially an end of an era. End of what we have known as true superstars. One of the last of the truly great is gone. Welcome the era of products of market research departments.
He was special. He was unbeatable. He was incredibly talented. In so many ways. He was a fantastic singer. He was a dancer like only Fred Astair was. (There are great dancers, but there are God-chosen dancers. Like Shiva – when they move, the world moves with them). He wrote songs that moved us will always move us. He created ground breaking videos which started a new art form. And he had the “it” – the substance, the presence, the aura, the charisma of the chosen person.
But it was the very same talent, and the sensibility that comes with it, that crashed him. When you do things with your heart, because you simply must do them, because you have been chosen to do them, you are a victim of your own destiny. A superstar like Madonna, who has built her fame and her career on hard work and strong will, has that very same rationality to protect her from the burdens of stardom. A star like Michael Jackson, to whom the glory happened because of his talents, because he was “chosen”, has no tools to fight the negative aspects of stardom.
And there are many. People tend to glorify the idea of being a superstar. You have it all: the money, the fame, the power. The stars will tell us it is not that simple, but the envy will not let us understand. Imagine the amount of energy and essence that just one concert in which you give your whole existence to tens of thousands of people will rob. (And then do it for 44 years.) Imagine trying to keep your inner self intact and trying to build a protective shield between you and the people who believe they have the right to own you and know every cell in you. Imagine always staying alert against people who want to steal a piece of your fortune. Imagine the pressure of always being under public eye, of always having to stay on the top, of never making a mistake, never disappointing all those millions of fans. Money and power is good, but you can keep the fame.
And that is exactly the only thing Michael Jackson had left at the end. The worst of the best. Bankrupted, humiliated, and mentally and physically frail, he only had this fame that wouldn’t have abandoned him, no matter what people accused him for and no matter what a freak he had turned into.
Yes, the freakiness. Jacko the Wacko. But the freakiness is just a part of what he was. He wouldn’t have been Michael Jackson, the unbeatable King of Pop, without the freakiness. If you stand on the stage since the age of four, glorified my masses but also mistreated by people who are closest to you; if you never had a childhood, and never had a person that was truly supporting you through all those incredible things happening with your life; and if you could afford it – well, you had to become a freak. Freakiness was his way of helping himself. An illusion of Neverland, his paradise in which he was safe and happy; an illusion of Batman and Superman, who were his best friends; an illusion that he was – and looked like – an ethereal being like Peter Pan. They were his crooks. And we loved him for them.
Yes, we loved the freak in Michael Jackson. Millions of girls of my generation fell in love with him for this childish, Peter Pan-esque flair that turned him into an androgynous and ageless being. When you dreamt of Michael Jackson at the age of 14, it felt safe, because there was nothing sexual about him. He was not a man. He was a boy. An angel, a cartoon hero, a deity. The love for him was not worldly. There was something pure and ethereal in Michael.
Speaking of which… yes, the unavoidable issue of child-molesting allegations. This absolutely does not matter. We know he was different and we know that in this freaky childishness, he must have approached those kids differently than you would expect a normal man of his age. But we also know that people are greedy and we know that those parents let their kids play with a freak. We will never know the truth about what was going on. Maybe it is better that way. Maybe not.
We will miss Michael Jackson. We will miss his energy, his talent, his moves and his movies. We will miss the freak that he was. Because he was the last of the true, God-made freaks. Welcome to the age of plastic stars with mediocre talents and nothing to give. Welcome to the substance-free era.
We better just BEAT IT!
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