Posts Tagged ‘Book’

Presenting “Titoland”

Sunday, April 15th, 2012

I will officially present (and read from, and sign) “Titoland” on

Tuesday, 17. April 2012 at 19h

in Phil

Gumpendorfer Straße 10-12

1060 Vienna

Would be great to see you there!

 

Literaturhaus Rezension “Tiotland”

Sunday, April 1st, 2012

Die 1974 in Zagreb geborene Autorin legt mit diesem als Roman ausgewiesenen Prosatext eine fiktionalisierte Autobiografie ihrer Kindheit und frühen Jugendjahre im ehemaligen Jugoslawien vor. Erzählt wird die Zeit vom unfreiwilligen Eintritt in den Kindergarten bis zur mehr oder weniger erzwungenen Übersiedlung und also Emigration nach Österreich im Zuge des Balkankrieges. Die Tochter einer Filmschauspielerin und eines Architekten blickt auf einen ereignisreichen Start ins Leben zurück, das trotz des autoritären Führungsstils eines Josip Broz alias Tito nicht nur in vorgezeichneten Bahnen verlief, sondern ungeahnte Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung bot, was sicherlich auch dem gesellschaftlichen Status der Eltern geschuldet war. Denn, wie die Ich-Erzählerin freimütig bekennt, „im sozialistischen Paradies der Gleichen waren meine Eltern gleicher“.

Von der anonymen Masse der Werktätigen hoben sich nämlich Politiker, Intellektuelle und Künstler trotz aller ideologischen Einschränkungen deutlich ab. Kritik am politischen System sowie am allmächtigen Staatsoberhaupt durfte zwar nicht offen geübt werden, dafür waren das Auskommen eines jeden Bürgers gesichert. Die Menschen hatten einen Arbeitsplatz, eine Wohnung und durften, wie Tajders Eltern, sogar ausreisen. Da der Vater ein leidenschaftlicher Schiläufer war, fuhr man sogar einmal jährlich ins „Wunderland“ Österreich, um sich, wenn auch mit schmalem Budget, den obligaten Winterurlaub zu leisten. Den Sommer verbrachte man ohnedies an der Adria. Insofern überrascht es nicht, wenn die Autorin vermerkt: „Es ging uns gut und wir glaubten an die Zukunft.“
Die glatte Oberfläche einer behüteten Kindheit bekommt allerdings Risse, als sich die Eltern des Mädchens trennen und der Vater schließlich eine Stelle in Wien annimmt. Da der Familie im Terminkalender der umtriebigen Mutter nicht oberste Priorität zukommt, verbringt die Heranwachsende, wenn sie nicht gerade mit ihrer besten Freundin Barbara die Straßen von Zagreb unsicher macht, viel Zeit mit sich zu Hause, was im Nachhinein als ideale Vorbereitung auf eine künstlerische Laufbahn gedeutet werden kann.
Inmitten familiärer Umbrüche sieht sich die Protagonistin außerdem mit einer Erkrankung der Wirbelsäule konfrontiert, an der sie seit geraumer Zeit laboriert. Als Physiotherapien keine Linderung mehr verschaffen, wagen die Ärzte eine Operation – freilich mit schmerzhaften Folgen. Ein halbes Jahr trägt die Patientin einen Gips, dann wird ihr Oberkörper in ein Korsett eingeschnürt und gestrafft, was zur Folge hat, dass sich bis auf Weiteres kein Junge an das Mädchen heranwagt.
Die Gewalt, welche dem jugendlichen Körper auf medizinisch-orthopädischem Weg widerfährt, nimmt auf allegorische Weise das Schicksal des jugoslawischen Staates nach Miloševis Machtergreifung vorweg. Als Tajder wieder aufrecht gehen kann, schlagen die ersten Bomben in Zagreb ein. Mit wenigen Habseligkeiten versehen, fliehen Mutter und Tochter aus ihrer kroatischen Heimat, die sich nun wie das übrige Jugoslawien im Kriegszustand befindet, nach Wien.

Tajders mit viel Humor verschriftlichte Reminiszenzen überraschen den unbedarften Leser mit ihrer wohlwollenden Haltung gegenüber dem Tito-Regime, dem es zwar gelang, ethnische Spannungen im Vielvölkerstaat Jugoslawien zu glätten, das dem Einzelnen innerhalb der kommunistischen Gesellschaft jedoch ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit abverlangte. Der verpflichtende Beitritt zu Jugendorganisationen, Zensur und die Allgegenwart des Geheimdienstes scheinen angesichts chronischen Warenmangels und regelmäßiger Stromabschaltungen freilich noch das geringe Übel gewesen zu sein. Ungeachtet dieser Tatsachen lässt die Autorin Milde gegenüber Titos Version des real existierenden Sozialismus walten, wobei Zweifel an der Authentizität der Erfahrungen auftauchen – etwa wenn die Autorin in postmoderner Manier bekennt: „Ich weiß nicht immer, was meinen realen Erinnerungen entspricht und was ich nur im Fernsehen verfolgt habe.“

Statt auf historiografische Verbindlichkeit zu pochen, verleiht Tajder ihren Aufzeichnungen vielmehr eine heiter-subjektive Note, die den Charme des Buches ausmacht. Was letztlich zählt, ist nämlich die emotionale Spur, die Erfahrungen über die Jahre hinweg in uns hinterlassen. In diesem Sinn beschwört TITOLAND zwar nicht den Untergang einer idealen Gesellschaft, verweist jedoch zu Recht auf das Verschwinden jener überschwänglichen Lebenslust, die der nicht ganz unkomplizierte Alltag unter Tito mit sich brachte. So resümiert Tajder denn auch klug: „Menschen brauchen Sicherheit, keinen Überfluss. Eine Gesellschaft kann auch ohne Luxus funktionieren.“
Fürwahr eine wichtige Lektion, wie sie vor allem Literatur zu erteilen weiß. Und Tajder gelingt dabei ein Kunststück: beschwingt und unaufdringlich von Wesentlichem zu reden.

Walter Wagner
27. März 2012

Link

Robert Misik on “Titoland”

Sunday, March 18th, 2012

I am very excited about the wonderful review of “Titoland” Austrian journalist and political author Robert Misik wrote on his blog.

If you read German, here is the link.

Also, the book is sold out on Amazon.de, it is currently on place 26,000 in books, place 1 in books about Yugoslavia, 4 in biographies from eastern europe and 60 general biographies.

Thank you to my readers!

 

“Titoland” is out!

Sunday, March 11th, 2012

I’m happy to announce that my new book “Titoland” has been published. It is now available in bookstores (in German speaking countries) and on Amazon. Curious to hear how you liked it!

Here the link to Amazon.

 

“Titoland” coming in March 2012

Friday, January 27th, 2012

I am ecstatic to announce that my new book “Titoland: Eine gleichere Kindheit” will be published by Czernin Verlag in March.

“Titoland” is a portrait of  Yugoslavia in the ‘70s and ‘80s. Driven by Tito’s  charisma and political skills, the country managed the impossible: a balance between East and West, Communism and Capitalism. What appear to be loosely connected childhood memories of Summers on the seaside, travels to “the outside,” or the happiness of wearing a self-made (and therefore unique) dress, create a rich literary tableau before the backdrop of the gradual collapse of Tito’s Empire. The childhood does not end abruptly, but breaks up painfully, piece-by-piece, like the country in which I live. What follows is a leap into the unknown.

Book presentation will be in April in Vienna – stay tuned for details.

.

Barbie in New York

Monday, August 16th, 2010

I’m very excited to announce that I’m going to have a reading in New York:

Wednesday, 25 August 2010, 19:00

Bluestockings Bookstore

172 Allen St.
New York, NY 10002

Link: Bluestocking Events

“Von der Barbie zum Vibrator” is out!

Thursday, June 11th, 2009

“Von der Barbie zum Vibrator” was presented in Jenseits on 9 June. I had the most fantastic audience ever – a huge thank you to everyone who was there! We had lots of fun.

The crowning of the evening was Roman Rafreider, Austria’s most handsome TV presenter, who announced a report about my book presentation on ZIB 24 (the evening news) – there was something very sexy in hearing this guy pronounce my name…. Made me want to write many, many new books.

The link to the report (which I will not comment on) is below – it starts at 19’08.

ZIB 24

presentation_vie-017

Working….

presentation_vie-032

Partying….

presentation_vie-056

And eating!

Wearing my Book Cover

Thursday, May 28th, 2009

Today, I was sitting in Palmenhaus and drinking coffee with my friend Ines who is a stylist and an image consulter. And of course we came to the topic “What am I going to wear to my book presentation!!!!???” (Yes, my tussi-cells shrank in past years but will never completely disappear). So we had a long talk about what I would like to, should and should not be wearing. And then I remembered a dress with the same black-and-white pattern like my book cover. Just need to ad something pink and I am wearing my book. Ines really liked the idea, but then she added “Good that you didn’t wear your book cover in Croatia. Or maybe a pity – would have definitely boosted the sales.” I was naked on my Croatian cover.

I think we should make it into a rule that writers wear their book covers. Would make book readings much more entertaining.

P.S. This goes to Martina for her comment on my last post

Book presentation, you’re welcome!

Tuesday, May 26th, 2009

O.K. we have it: time & location & cover!

Tuesday, 9.6.2009 at 19:30

Tanzcafe Jenseits

6., Nelkengasse 3

tajder_barbie_vibrator

Von der Barbie zum Vibrator @ Die Zeit

Friday, May 22nd, 2009

It has been my big honour and privilege to write an article about my own book for Die Zeit, one of the best German weekly newspapers. The topic of the article is “what happened since then” – basically how have things changed in this crazy house, pictured in “From Babrie to Vibrator”, since I’ve written the book. It has been an excellent exercise for me to put in words what I have strongly felt in past years – we sobered up, grew up, became more mature and unfortunately less wild. But that is life, and it is good the way it is.
The article came out yesterday, here the link (in German): Die Zeit

For the PDF version, go to “Press”.